39 Fragen, klar beantwortet
Wo eine Antwort noch nicht feststeht, sagen wir das, statt eine Zahl oder eine Rechtsfolge zu behaupten. Ein Ergebnis wird an keiner Stelle zugesagt.
Ablauf
Was ein Prüfbericht ist, was danach passiert und in welcher Reihenfolge.
Was ist ein Prüfbericht?
Ein Prüfbericht ist eine Stellungnahme zu Ihrem Schadengutachten. Darin wird Position für Position bewertet, welche Beträge aus der Reparaturkostenkalkulation aus Sicht des Prüfenden anerkannt werden und welche nicht. Der Bericht enthält in der Regel eine Gegenüberstellung von kalkuliertem und anerkanntem Betrag sowie eine knappe Begründung je Kürzung.
Wer erstellt den Prüfbericht?
Nicht die Versicherung selbst, sondern ein von ihr beauftragter Prüfdienstleister. Dieser prüft im Auftrag der regulierenden Seite. Ein Prüfbericht ist damit die Position der Gegenseite – kein neutrales Gutachten und keine behördliche Feststellung.
Bedeutet eine Kürzung, dass ich automatisch weniger bekomme?
Nein, eine Kürzungsempfehlung ist zunächst nur eine Position der Gegenseite. Ob sie sich durchsetzt, hängt vom Einzelfall ab. Umgekehrt gilt aber ebenso: Es ist nicht gesagt, dass eine Kürzung unberechtigt ist. Beides ist eine Frage der rechtlichen Bewertung im konkreten Fall.
Wie läuft ein Vorgang ab?
In vier Schritten: Unterlagen hochladen, Kürzungen erkennen und gegenüberstellen lassen, die Gegenüberstellung prüfen und schließlich den Vorgang nach Mandatierung und Konfliktprüfung an die Partnerkanzlei übergeben. Sie sehen in jedem Schritt, was gerade läuft und wer zuständig ist.
Wie lange dauert das?
Die technische Auswertung der Unterlagen ist eine Sache von Minuten. Wie lange die anwaltliche Prüfung und die weitere Bearbeitung dauern, hängt vom Umfang des Falls, von der Vollständigkeit der Unterlagen und von der Kanzlei ab. Belastbare Durchlaufzeiten aus dem Echtbetrieb liegen nicht vor; wir nennen deshalb bewusst keine Zahl.
Was passiert, wenn ich einen Vorgang abbrechen möchte?
Sie können den Vorgang beenden, solange kein Mandat erteilt ist. Nach Mandatserteilung richtet sich die Beendigung nach der Vereinbarung mit der Partnerkanzlei. Die Plattform versendet zu keinem Zeitpunkt selbstständig etwas nach außen.
Unterlagen
Was gebraucht wird, was passiert, wenn etwas fehlt, und in welcher Form.
Welche Unterlagen brauche ich?
In der Regel vier: das Schadengutachten, die Reparaturkostenkalkulation, den Prüfbericht und das Schreiben der Versicherung. Je vollständiger die Unterlagen, desto genauer lassen sich die Positionen einander zuordnen und desto weniger offene Punkte bleiben stehen.
Was ist, wenn Unterlagen fehlen?
Der Vorgang läuft trotzdem an, wird aber als unvollständig gekennzeichnet. Fehlende Unterlagen erscheinen als offener Punkt und blockieren die Übergabe an die Partnerkanzlei. So fällt eine Lücke am Anfang auf und nicht erst in der Bearbeitung.
In welchen Dateiformaten kann ich hochladen?
PDF, JPG und PNG. Der tatsächliche Dateiinhalt wird geprüft, nicht die Dateiendung. Eine als PDF benannte Datei mit anderem Inhalt wird abgewiesen.
Ich habe nur Fotos der Papierunterlagen. Reicht das?
Fotos und Scans sind zulässig und werden per Texterkennung ausgewertet. Die Erkennungsqualität hängt allerdings deutlich von Schärfe, Ausleuchtung und Vollständigkeit der Seiten ab. Schlecht lesbare Stellen führen zu niedrigen Konfidenzwerten und damit zu mehr manueller Nacharbeit.
Muss ich Positionen selbst eintragen?
Nein. Die Positionen werden aus den Dokumenten ausgelesen und einander zugeordnet. Sie können Zuordnungen aber korrigieren, wenn Ihnen etwas falsch erscheint – jede Korrektur wird als solche gekennzeichnet.
Technik und KI
Wie zuverlässig die Erkennung ist und wo ihre Grenzen liegen.
Wie sicher ist die Erkennung?
Das hängt stark von der Dokumentqualität ab. Ein sauber erzeugtes PDF liefert deutlich bessere Ergebnisse als ein schiefes Handyfoto. Die Plattform behauptet keine feste Trefferquote, sondern weist je Position einen Konfidenzwert aus, damit Sie unsichere Stellen erkennen können.
Was bedeutet ein Konfidenzwert?
Er ist eine Selbsteinschätzung der Erkennung zwischen 0 und 100 Prozent: Wie sicher wurde dieser Wert ausgelesen und dieser Position zugeordnet? Ein hoher Wert ist kein Beweis für Richtigkeit, ein niedriger Wert aber ein verlässlicher Hinweis auf Nachprüfbedarf. Positionen unterhalb der festgelegten Schwelle werden zur Sichtung markiert.
Was passiert bei Widersprüchen in den Dokumenten?
Widersprüche werden nicht stillschweigend aufgelöst. Wenn etwa die Summe der Einzelkürzungen nicht zur im Prüfbericht ausgewiesenen Gesamtsumme passt oder Gutachten und Kalkulation abweichen, wird der Vorgang markiert und der Widerspruch als offener Punkt ausgewiesen.
Kann die KI etwas erfinden?
Ein Sprachmodell kann grundsätzlich plausibel klingende, aber falsche Angaben erzeugen. Deshalb ist der Einsatzbereich eng gefasst: Das Modell liest aus und ordnet zu. Jede Position muss auf eine Fundstelle im Dokument verweisen; was sich nicht belegen lässt, wird nicht als Ergebnis ausgegeben, sondern als offener Punkt. Für die abschließende Richtigkeit steht die anwaltliche Prüfung.
Rechnet die KI die Beträge aus?
Nein. Alle Beträge werden als ganzzahlige Cent-Werte geführt, Einzeldifferenzen und Summen berechnet die Anwendung deterministisch. Dieselben Eingaben ergeben immer dasselbe Ergebnis. Ein Sprachmodell wird für Rechenergebnisse nicht herangezogen.
Was ist, wenn im Prüfbericht versteckte Anweisungen an die KI stehen?
Damit wird gerechnet. Der Prüfbericht stammt von der Gegenseite und wird als Eingabe eines möglicherweise nicht wohlgesinnten Dritten behandelt. Vier Schutzebenen greifen ineinander; Auffälligkeiten führen zur Eskalation an einen Menschen. Die Einzelheiten stehen auf der Seite zur Sicherheit.
Recht und Rollen
Wer bewertet, wer entscheidet, wer nach außen auftritt.
Wer entscheidet rechtlich?
Ausschließlich PARTNERKANZLEI. Die Plattform bereitet auf, stellt gegenüber und rechnet nach. Ob eine einzelne Kürzung trägt, welche Argumente geführt werden und was nach außen geht, entscheidet die Kanzlei. gobecom GmbH erbringt keine Rechtsdienstleistung.
Bin ich verpflichtet, ein Mandat zu erteilen?
Nein. Sie können die Gegenüberstellung ansehen und den Vorgang danach beenden. Erst mit einer ausdrücklichen Mandatserteilung wird die Partnerkanzlei tätig. Ohne Mandat wird kein Schreiben verfasst und nichts versendet.
Was ist eine Konfliktprüfung?
Eine Kanzlei muss vor Übernahme eines Mandats prüfen, ob sie im selben oder in einem zusammenhängenden Sachverhalt bereits eine andere Seite vertritt oder vertreten hat. Fällt diese Prüfung negativ aus, darf das Mandat nicht angenommen werden. In der Plattform ist das ein eigener, protokollierter Schritt, der den Vorgang bei negativem Ergebnis stoppt.
Wer schreibt an die Versicherung?
Ausschließlich PARTNERKANZLEI, im eigenen Namen und unter eigener Verantwortung. Der technische Betreiber tritt gegenüber Versicherungen nicht auf. Im Auslieferungszustand entsteht ohnehin nur ein Entwurf, der ohne anwaltliche Freigabe nirgends hingeht.
Ist das eine Rechtsberatung?
Nein. Diese Website und die Aufbereitung in der Plattform sind allgemeine Information und technische Vorarbeit. Eine rechtliche Beratung im Einzelfall findet erst durch die Partnerkanzlei nach Mandatserteilung statt. Nichts auf dieser Seite ist als abschließende rechtliche Bewertung zu verstehen.
Warum heißt es hier nicht „Einspruch“?
Weil der Begriff aus anderen Verfahrensarten stammt und im Regulierungsverhältnis zur Kfz-Haftpflichtversicherung nicht passt. Gegen einen Prüfbericht wird kein Rechtsmittel eingelegt. Zutreffend sind Bezeichnungen wie Gegenprüfung, Stellungnahme zum Prüfbericht, Einwendung gegen die Kürzung oder anwaltliche Geltendmachung.
Was ist der Unterschied zwischen Gegenprüfung und Widerspruch?
Die Gegenprüfung ist die sachliche Überprüfung: Welche Positionen wurden gekürzt, in welcher Höhe, mit welcher Begründung, und was steht dazu in Gutachten und Kalkulation? Umgangssprachlich „Widerspruch“ meint dagegen die Äußerung gegenüber der Versicherung, dass eine Kürzung nicht hingenommen wird. Fachlich ist das kein förmliches Rechtsmittel, sondern eine Erklärung im laufenden Regulierungsverhältnis. Die Plattform leistet den ersten Teil; der zweite liegt bei der Kanzlei.
Bekomme ich eine Zusage, dass die Kürzung zurückgenommen wird?
Nein, und eine solche Zusage wäre auch nicht seriös. Weder die Plattform noch die Partnerkanzlei sagen ein Ergebnis zu. Was die Plattform zusagt, ist eine nachvollziehbare Gegenüberstellung mit belegten Fundstellen und korrekt gerechneten Differenzen.
Datenschutz
Was mit den Unterlagen geschieht, wer sie sieht und wie lange sie bleiben.
Was passiert mit meinen Dokumenten?
Sie werden in einem privaten Speicher abgelegt, für den es keinen öffentlichen Lesepfad gibt. Der Zugriff erfolgt ausschließlich über zeitlich begrenzte, signierte Links. Zu jeder Datei wird eine Prüfsumme gebildet, die Unversehrtheit belegt und Doppelablagen erkennt.
Wer kann meine Unterlagen sehen?
Nur Personen, deren Rolle den Zugriff erlaubt und die zum selben Mandanten gehören. Beide Bedingungen werden serverseitig geprüft. Es gibt keinen Freigabelink, über den Unterlagen an Dritte gelangen.
Wie lange werden Daten gespeichert?
Für jede Datenart ist eine eigene Frist mit Auslöser und Begründung festgelegt; kurzlebige Daten wie Sitzungs- oder Verarbeitungsprotokolle tragen deutlich kürzere Fristen als der Vorgang selbst. Der Vorgabewert für Vorgänge und Dokumente ist konfigurierbar. Die vollständige Übersicht steht im Aufbewahrungs- und Löschkonzept des Projekts.
Kann ich meine Daten löschen lassen?
Ja, im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Wo eine anwaltliche oder handels- und steuerrechtliche Aufbewahrungspflicht besteht, wird nicht gelöscht, sondern gesperrt oder anonymisiert. Das Protokoll über durchgeführte Handlungen bleibt bestehen; es enthält keine Dokumentinhalte, sondern Nachweise darüber, wer wann was getan hat.
Werden Tracker oder Werbe-Cookies eingesetzt?
Nein. Es sind keine Analyse-Skripte Dritter, keine Werbenetzwerke und keine externen Schriftarten eingebunden. Die Sicherheitsrichtlinie der Anwendung lässt externe Skripte gar nicht erst zu.
Wer ist datenschutzrechtlich verantwortlich?
Das hängt vom Abschnitt der Verarbeitung ab und ist im Projekt in einer eigenen Rollenmatrix beschrieben. Für die anwaltliche Bearbeitung ist die Kanzlei verantwortlich, für den technischen Betrieb der Betreiber. Die abschließende vertragliche Festlegung erfolgt mit der Partnerkanzlei und ist noch offen.
Kosten
Was benannt werden kann – und was bewusst offen bleibt.
Was kostet die Nutzung?
Ein Preismodell ist noch nicht festgelegt. Wir nennen an dieser Stelle bewusst keine Zahl, weil jede Angabe derzeit erfunden wäre. Sobald das Modell steht, wird es hier vollständig und nachvollziehbar ausgewiesen.
Wer trägt die Anwaltskosten?
Das richtet sich nach dem Einzelfall und ist Gegenstand der Vereinbarung mit der Partnerkanzlei sowie der Frage, wie die Regulierung ausgeht. Eine pauschale Aussage wäre unzutreffend. Die Kanzlei klärt das vor Mandatsannahme mit Ihnen.
Gibt es ein Erfolgshonorar?
Die Vergütung des technischen Betreibers soll sich ausdrücklich nicht am Ausgang des einzelnen Vorgangs bemessen. Wie die anwaltliche Vergütung ausgestaltet wird, legt die Partnerkanzlei fest. Die endgültige Ausgestaltung beider Punkte ist noch nicht abgeschlossen.
Entstehen Kosten, bevor ich mich entscheide?
Die Gegenüberstellung ansehen und den Vorgang beenden ist ohne Mandatserteilung möglich. Welche Leistungen später kostenpflichtig sind, wird vor der Beauftragung ausgewiesen und nicht nachträglich eingeführt.
Demo-System
Was diese Fassung ist und was sie nicht ist.
Ist das hier ein echtes System?
Die Software ist real und lauffähig: Upload, Auswertung, Gegenüberstellung, Regelwerke, Freigaben und Protokollierung funktionieren. Der Betrieb ist es noch nicht. Alle angebundenen Dienste – Texterkennung, Sprachmodell, Virenscan, E-Mail, Brief, Fax, Signatur und Zahlung – sind deterministische Attrappen, und es findet kein Versand an reale Empfänger statt.
Kann ich echte Schadenunterlagen hochladen?
Bitte nicht. Diese Fassung ist für synthetische Daten gedacht und läuft nicht in einer für echte personenbezogene Daten freigegebenen Umgebung. Für Fragen zur produktiven Nutzung wenden Sie sich an [email protected].
Woher stammen die Beispieldaten?
Sie sind vollständig erfunden und als solche gekennzeichnet: Schadennummer DEMO-2026-000123, Muster Versicherung AG (fiktiv), Musterprüf GmbH (fiktiv), Gutachten GA-2026-8891, Prüfbericht PB-2026-004711. Es werden keine realen Unternehmen, Personen oder Schadenfälle abgebildet.
Warum stehen Kanzlei- und Betreiberangaben als Platzhalter da?
Weil die Zusammenarbeit mit einer Partnerkanzlei noch nicht vertraglich geregelt ist. Erfundene Kanzleinamen, Anschriften, Kammern oder Registernummern wären irreführend. Bis zur Klärung steht dort ein sichtbarer Platzhalter.
Keine Rechtsberatung
Ihre Frage steht nicht dabei?
Schreiben Sie uns. Bitte senden Sie dabei keine Schadenunterlagen und keine personenbezogenen Daten mit.